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Vertretung in Luxemburg
Presseartikel8. November 2022Vertretung in LuxembourgLesedauer: 3 Min

COP27: EU startet Waldpartnerschaften mit fünf Partnerländern

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat heute im Namen der EU fünf Vereinbarungen über Waldartnerschaften mit Guyana, der Mongolei, der Republik Kongo, Uganda und Sambia unterzeichnet.

Participation of Ursula von der Leyen, President of the European Comission, in the the UN Climate Conference (COP27) in Egypt

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat heute im Namen der EU fünf Vereinbarungen über Waldartnerschaften mit Guyana, der Mongolei, der Republik Kongo, Uganda und Sambia unterzeichnet, und zwar in Anwesenheit des Präsidenten von Guyana, Mohamed Irfaan Ali, des Präsidenten der Mongolei, Ukhnaagiin Khürelsükh, des Präsidenten von Sambia, Hakainde Hichilema sowie von Vertretern des Präsidenten der Republik Kongo, Denis-Christel Sassou Nguesso, und des Präsidenten von Uganda, Yoweri Museveni. Sie wurden auf der COP27-Klimakonferenz der Vereinten Nationen als Beitrag zur externen Dimension des Grünen Deals der EU unterzeichnet.

Waldpartnerschaften stehen für den ganzheitlichen Rahmen der EU für die Zusammenarbeit im Bereich der Wälder, der darauf abzielt, die Entwaldung in den unterstützten Ländern umzukehren und somit den Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt zu verbessern. Wälder fungieren als Kohlenstoffsenken und sind sowohl für die Anpassung an den Klimawandel als auch für dessen Eindämmung von entscheidender Bedeutung.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen‚ erklärte: „Wälder erfüllen zahlreiche wesentliche Funktionen: Bekämpfung des Klimawandels, Schutz der biologischen Vielfalt, Bereitstellung der Existenzgrundlage für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. So leben in den Wäldern 80 % der Landarten von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen, während 1,6 Milliarden Menschen für ihren Lebensunterhalt, ihre Nahrung und ihre Brennstoffe auf Waldressourcen angewiesen sind. Da so viel auf dem Spiel steht, ist es sehr wichtig, wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen und die Entwaldung umzukehren. Wir brauchen Waldpartnerschaften mit möglichst vielen Partnern, um gesunde Wälder für eine nachhaltigere Zukunft zu erhalten. Im Rahmen dieser Partnerschaften werden wir Unterstützung bei der nachhaltigen Bewirtschaftung und Erhaltung der Wälder bieten, die eine der reichsten natürlichen Ressourcen der Welt sind, um den Klimawandel zu bekämpfen und die biologische Vielfalt zu erhalten sowie eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Vereinbarungen über Waldpartnerschaften

Im Rahmen der Waldpartnerschaften bekräftigen die Partner ihr langfristiges politisches Engagement und ihre Absicht, eng zusammenzuarbeiten, um

  • eine nachhaltige Waldbewirtschaftung durch Verbesserung der Waldpolitik und der Rahmenbedingungen für Unternehmen zu gewährleisten
  • einen wirtschaftlichen Wandel zu bewirken durch Stimulieren der Wald-Biowirtschaft, die durch nachhaltige waldbezogene Wertschöpfungsketten und Marktzugang zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zu sozioökonomischer Entwicklung führen kann
  • Entwaldung und Waldschädigung zu reduzieren
  • nach Möglichkeiten zu suchen, die Produktion legaler und nachhaltiger forstwirtschaftlicher Erzeugnisse und den Handel damit zu erleichtern.

Waldpartnerschaften sind maßgeschneidert, nachfrageorientiert und auf die spezifischen Situationen, Bedürfnisse und Ziele der einzelnen Unterzeichnerstaaten abgestimmt.

Hintergrund

Waldpartnerschaften und der Beitrag der Europäischen Union in Höhe von 1 Mrd. EUR zur Global Forests Finance Pledge wurden erstmals auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) in Glasgow angekündigt. Ein Jahr später bietet die Unterzeichnung der fünf Waldpartnerschaften auf der COP27 die Gelegenheit, die Umsetzung der Zusagen der EU in konkrete Ergebnisse zu zeigen und ihr Engagement für den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zu erneuern.

Darüber hinaus hat die EU im Zeitraum 2021-2027 etwa 35 % ihrer Haushaltsmittel für das auswärtige Handeln für Klimaziele und 7,5 % für Biodiversitätsziele bereitgestellt.

 

Weitere Informationen:

Waldpartnerschaften

Rede von Präsidentin von der Leyen bei der Veranstaltung anläßlich der Unterzeichnung der Waldpartnerschaften auf der COP27

Rede von Kommissionsmitglied Urpilainen auf der Veranstaltung „Partnerschaften zum Schutz von Wäldern und zur Bekämpfung der Entwaldung“ auf der COP26

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
8. November 2022
Autor
Vertretung in Luxembourg