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Vertretung in Luxemburg

Verstärkte Zusammenarbeit in der Hochschulbildung: neue Mittel für weitere Allianzen Europäischer Hochschulen

  • Presseartikel
  • 28. Juni 2024
  • Vertretung in Luxembourg
  • Lesedauer: 4 Min
Université du Luxembourg

Die Kommission hat heute die Ergebnisse der Erasmus+-Ausschreibung 2024 für die Initiative „Europäische Hochschulen“ bekannt gegeben, mit der Allianzen von Hochschuleinrichtungen unterstützt werden. Demnach kommen 14 neue Allianzen Europäischer Hochschulen zu den 50 bereits ausgewählten hinzu und erhalten jeweils bis zu 14,4 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren.

Diese 64 Hochschulallianzen umfassen mehr als 560 Hochschuleinrichtungen jeder Art und aus allen Regionen Europas.

Die Ausschreibungsergebnisse sind ein wichtiger Meilenstein: Mit ihnen wurde die Zielvorgabe der europäischen Hochschulstrategie von mindestens 60 Hochschulallianzen mit mehr als 500 teilnehmenden Universitäten bis Mitte 2024 erreicht.

Die Allianzen Europäischer Hochschulen bringen eine neue Generation von Europäerinnen und Europäern zusammen, die auf diesem Weg in verschiedenen europäischen Ländern, in verschiedenen Sprachen sowie über Sektoren und Fachgebiete hinweg studieren und arbeiten können. Studierende können Hochschulabschlüsse auf hohem Niveau machen, indem sie Studien in mehreren europäischen Ländern miteinander verbinden, und damit zur internationalen Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulbildung beitragen. Auch tragen diese Allianzen Innovation in Europas Regionen, da Studierende die Möglichkeit erhalten, mit Akademiker*innen, Forschenden, Unternehmen, Städten, Behörden und Organisationen der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten.

An den 64 Allianzen sind 35 Länder beteiligt, nämlich alle EU-Mitgliedstaaten sowie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Island, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei. Sie sind fest in Gemeinschaften und Innovationsnetzen verankert, in denen fast 2 200 assoziierte Partner zusammenkommen – von Nichtregierungsorganisationen bis zu Unternehmen, Städten, lokalen und regionalen Behörden sowie Hochschuleinrichtungen aus den Ländern des Bologna-Prozesses. So sind zum Beispiel fast 40 Hochschuleinrichtungen aus der Ukraine als assoziierte Partner mit dabei.

Mit der Erasmus+-Ausschreibung 2024 wird auch die Gründung einer praxisorientierten Gemeinschaft für Europäische Hochschulen unterstützt, um das Peer-Learning zwischen den Allianzen zu stärken und die Weitergabe wiederverwendbarer Ergebnisse und Modelle im weiteren Hochschulsektor zu fördern.

Die 14 neuen Allianzen Europäischer Hochschulen und die praxisorientierte Gemeinschaft für Europäische Hochschulen werden ihre Tätigkeit im kommenden Herbst aufnehmen.

Die Kommission wird die Allianzen Europäischer Hochschulen und jede andere Form von Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen weiter unterstützen, damit sie Studiengänge mit gemeinsamem Abschluss einfacher anbieten können – ganz im Sinne des Konzepts für einen europäischen Hochschulabschluss, das im März 2024 vorgestellt wurde.

Hintergrund

Die Initiative „Europäische Hochschulen“ unterstützt grenzüberschreitende Allianzen von durchschnittlich neun Hochschulen, die unterschiedliche Arten von Einrichtungen umfassen können, beispielsweise Hochschulen und Forschungsuniversitäten, Fachhochschulen, Technologieinstitute, Kunsthochschulen und Hochschuleinrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Diese entwickeln grenzübergreifend und in Synergie mit Forschung und Innovation eine langfristige strukturelle, nachhaltige und systemische Zusammenarbeit im Bildungsbereich und tragen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Sie bieten Curricula an, die interuniversitär vermittelt werden, und ermöglichen so Studierenden, Lehrkräften und Forschenden aus allen Teilen Europas eine nahtlose Mobilität.

Die Kommission präsentierte die Initiative „Europäische Hochschulen“ den EU-Spitzen im Vorfeld des Sozialgipfels von Göteborg im November 2017 als Teil eines übergeordneten Ziels, bis 2025 einen europäischen Bildungsraum zu schaffen. Die 2022 vorgelegte Europäische Hochschulstrategie gibt das Ziel vor, bis Mitte 2024 mindestens 60 Allianzen Europäischer Hochschulen mit mehr als 500 Hochschuleinrichtungen unterstützen. Dafür ist im laufenden Erasmus+-Programmplanungszeitraum 2021–2027 eine Rekordsumme von 1,1 Mrd. EUR vorgesehen. Die reine Forschungstätigkeit der Allianzen Europäischer Hochschulen wird hingegen von der Europäischen Exzellenzinitiative im Rahmen von Horizont Europa abgedeckt.

Die Ausschreibung „Europäische Hochschulen“ 2024 im Rahmen von Erasmus+ verfolgte zwei Ziele: Sie bot Unterstützung für die Schaffung neuer Hochschulallianzen in ganz Europa, die verschiedene Hochschuleinrichtungen mit gemeinsamen strategischen Zielsetzungen verbinden, und für die Gründung einer praxisorientierten Gemeinschaft für Allianzen Europäischer Hochschulen.

Weitere Informationen

Ausschreibung für Europäische Hochschulen im Rahmen von Erasmus+ 2024: Ergebnisse

Initiative „Europäische Hochschulen“

Europäische Hochschulstrategie

Paket zum Europäischen Hochschulabschluss und zur Hochschulbildung

Factsheet

Quote(s)

 

Wir haben ein zentrales Ziel der europäischen Hochschulstrategie erreicht: Wir unterstützen nunmehr 64 Allianzen Europäischer Hochschulen, die die vertiefte Zusammenarbeit zwischen mehr als 560 Hochschuleinrichtungen fördern. Gemeinsam können sie europäische interuniversitäre Campus einrichten, wo die Studierenden nie gekannte Chancen zum Studium über Grenzen hinweg erhalten und in den Genuss des Besten kommen, das Universitäten zusammen anbieten können. Sie können sich für gemeinsame Studiengänge einschreiben und hoffentlich in naher Zukunft einen europäischen Hochschulabschluss machen. Gemeinsam können die Allianzen ein starkes europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen.

Margaritis Schinas, Vizepräsident für die Förderung unserer europäischen Lebensweise

 

Unser Engagement für die Allianzen Europäischer Hochschulen ist ungebrochen. Wie Enrico Letta in seinem Bericht zur Zukunft des Binnenmarkts bemerkt, sind diese Allianzen zentral für das, was die fünfte Freiheit unseres Binnenmarkts werden könnte: die Freiheit, auf unserem Kontinent grenzenlos lernen, studieren, lehren und forschen zu können. Allen erfolgreichen Hochschulen meinen herzlichen Glückwunsch! Die 64 Allianzen weisen jetzt dem europäischen Hochschulsektor den Weg in die Zukunft.

Iliana Ivanova, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
28. Juni 2024
Autor
Vertretung in Luxembourg