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Vertretung in Luxemburg

Erste medizinische Evakuierungsmaßnahme der EU für Palästinenser: Transport von Kindern von Ägypten nach Spanien

  • Presseartikel
  • 24. Juli 2024
  • Vertretung in Luxembourg
  • Lesedauer: 2 Min
Visit of Kamina Johnson Smith, Jamaican Minister for Foreign Affairs and Foreign Trade, to the European Commission

Am 24. Juli erfolgte die erste von der EU koordinierte medizinische Evakuierung von 16 palästinensischen Kindern und ihren Familienangehörigen von Ägypten nach Spanien. Die Operation wurde durch das Katastrophenschutzverfahren der Union finanziell und operativ unterstützt und erfolgte in enger Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Palestine Children‘s Relief Fund (PCRF) und den Behörden aller beteiligten Länder.

Seit der Aktivierung des Katastrophenschutzverfahrens der Union durch die WHO hat die EU die Koordinierung der medizinischen Evakuierung palästinensischer Patientinnen und Patienten nach Europa aktiv unterstützt. Dies betrifft gezielte medizinische Evakuierungen einer Reihe von Kindern, die dringend medizinische Versorgung benötigen.

Bislang boten Belgien, Italien, Luxemburg, Malta, Rumänien, die Slowakei und Spanien Unterstützung für medizinische Evakuierungen einschließlich der Behandlung und des Transports von Patientinnen und Patienten an.

Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen steht in Abstimmung mit den Gesundheits- und Konsulardiensten der EU sowie den jeweiligen EU-Delegationen in Kontakt mit den Mitgliedstaaten, der WHO und allen relevanten Partnern, um diese Maßnahmen zu erleichtern, die in den kommenden Wochen fortgesetzt werden sollen.

Seit dem Beginn der Krise hat sich die EU mit ihren humanitären Partnern nachdrücklich für die gesundheitliche Versorgung im Gazastreifen eingesetzt. Im Jahr 2024 werden 23 % des EU-Budgets (32,5 Mio. EUR) für humanitäre Hilfe in Gaza für die Gesundheitsversorgung bereitgestellt.  Seit Anfang Januar unterstützt die EU auch die Koordinierungsstelle des medizinischen Notfallteams der WHO für den Gazastreifen in Kairo und hat 22 Expertinnen und Experten aus der EU und den am Katastrophenschutzverfahren der EU teilnehmenden Ländern entsandt.

Quote(s)

 

In einer Zeit, in der die verbleibenden Krankenhäuser im Gazastreifen völlig überlastet sind und der Zugang zur Gesundheitsversorgung durch den anhaltenden Krieg stark beeinträchtigt ist, sind medizinische Evakuierungen wichtiger denn je. Ich danke Spanien und den anderen EU-Mitgliedstaaten, die Unterstützung für Palästinenserinnen und Palästinenser angeboten haben, die dringend medizinisch versorgt werden müssen. Israel und alle an diesen Ereignissen beteiligten Akteure müssen ihrer Zusage nachkommen und den notwendigen Zugang für weitere Evakuierungen erleichtern.

Janez Lenarčič‚ Kommissar für Krisenmanagement

 

Da sich die gesundheitliche und humanitäre Tragödie im Gazastreifen weiter verschlimmert, erhalten notleidende Patientinnen und Patienten keine lebensrettende Versorgung und Behandlung. Wir müssen uns stärker dafür einsetzen, sichere medizinische Evakuierungen für Menschen in Not, insbesondere Kinder, zu gewährleisten.

Stella Kyriakides, Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
24. Juli 2024
Autor
Vertretung in Luxembourg