Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und die ukrainische First Lady Olena Zelenska nahmen heute an der feierlichen Übergabe im Rahmen der EU-Solidaritätskampagne „Schulbusse für die Ukraine“ teil. Mehr als 370 Schulbusse wurden an ukrainische Kommunen geliefert. Diese Solidaritätskampagne wurde von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der ukrainischen First Lady Olena Zelenska im November 2022 ins Leben gerufen.
Die Schulbusse wurden offiziell an Vertreter der lokalen Behörden aus den Regionen Kiew, Sumy, Mykolajiw, Dnipropetrowsk, Lwiw und Tschernihiw übergeben.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte dazu: „Dieser grausame Krieg hat Tausende ukrainische Kinder ihrer Unschuld und ihrer Kindheit beraubt. Aber er wird ihnen nicht die glückliche Zukunft nehmen, die sie verdienen. Deshalb freue ich mich, dass wir dazu beitragen können, ukrainische Kinder sicher in die Schule zu bringen. Die Spende der Kommission und der Mitgliedstaaten von mehr als 370 Schulbussen zeigt unser gemeinsames Engagement für die nächsten Generationen in der Ukraine.“
„Im vergangenen Jahr habe ich bei einem Besuch im Europäischen Parlament mit Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission, darüber gesprochen. Und nun erhalten ukrainische Kommunen mehr als 370 Busse. Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität. Es ist ein Weg in die Zukunft unserer Kinder – in ihre Zukunft und die des gesamten Landes, und das inmitten des Krieges. Und genau darum sind die Schulbusse so wichtig.“, erklärte die ukrainische First Lady Olena Zelenska.
Im Geiste der Solidarität und des Engagements zur Unterstützung der Ukraine hat die Europäische Kommission 100 Schulbusse im Wert von rund 14 Mio. Euro erworben. Darüber hinaus spendeten öffentliche und private Einrichtungen in den Mitgliedstaaten der EU über das von der Europäischen Kommission verwaltete Katastrophenschutzverfahren der EU weitere 271 Schulbusse.
Hintergrund
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat das ukrainische Bildungssystem stark getroffen. Mehr als 2 800 Bildungseinrichtungen wurden zerstört oder beschädigt – rund 5,7 Millionen Schulkinder sind betroffen.
Im November 2022 riefen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die ukrainische First Lady Olena Zelenska die Kampagne „Schulbusse für die Ukraine“ ins Leben – eine neue EU-Solidaritätskampagne zur Unterstützung der Ukraine und zur sicheren Rückkehr ukrainischer Kinder in ihre Schulen. Die Kommission forderte öffentliche und private Einrichtungen innerhalb und außerhalb der EU dazu auf, sich gemeinsam solidarisch zu zeigen und Busse zu spenden, um ukrainische Kinder wieder sicher in die Schule zu bringen.
Dank der von der Europäischen Kommission bereitgestellten Mittel in Höhe von 14 Mio. Euro und mit Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds Polen konnten 100 Schulbusse erworben, geliefert und verteilt werden. Behörden, Städte, Regionen und Verkehrsverbände aus 11 EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Tschechien, Deutschland, Estland, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Slowenien, Finnland und Schweden) spendeten 271 Schulbusse, die im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der EU in die Ukraine geliefert wurden.
In ihrer Rede zur Lage der Union 2022 kündigte Präsidentin von der Leyen ein Paket in Höhe von 100 Mio. Euro zur Unterstützung der Instandsetzung ukrainischer Schulen an. 66 Mio. Euro davon wurden 2022 direkt an die Ukraine ausgezahlt und der Rest der Mittel wurde von den humanitären Partnern der Kommission vor Ort eingesetzt. Darüber hinaus hat Kommissionspräsidentin von der Leyen zwei Initiativen im Umfang von 12 Mio. Euro zur Unterstützung einer Reform der Kinderbetreuung und der traumasensiblen Betreuung von Kindern in der Ukraine initiiert.
Weitere Informationen sind diesem Factsheet zu entnehmen.
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 4. November 2023
- Autor
- Vertretung in Luxembourg