
Angesichts der nach wie vor katastrophalen humanitären Lage in Westafrika stellt die EU zusätzliche Mittel in Höhe von 35 Mio. EUR für humanitäre Hilfe in dieser Region bereit. Aufgrund zunehmender politischer Instabilität, anhaltender und sich verschärfender Konflikte sowie allgegenwärtiger Gewalt sind die Menschen in Burkina Faso, Mali, Niger, Mauretanien, den Küstenstaaten des Golfs von Guinea und Nigeria von Ernährungsunsicherheit und Vertreibung betroffen.
Die Mittel werden dazu beitragen, den Soforthilfebedarf der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu decken, insbesondere in den Bereichen Nahrungsmittel- und Nährstoffversorgung, Gesundheit, Wasser, Sanitärversorgung, Unterkünfte und Schutz.
Im Einzelnen werden die Mittel humanitären Partnern bereitgestellt, die in Burkina Faso (10 Millionen EUR), Mali (8 Millionen EUR), Niger (8 Millionen EUR), Mauretanien (1 Million EUR), Nigeria (5 Millionen EUR) und in den Küstenstaaten des Golfs von Guinea (3 Millionen EUR) tätig sind.
Durch diese zusätzlich bereitgestellten Mittel erhöht sich der Gesamtbetrag der EU-Hilfe für diese Länder im Jahr 2024 auf 160,6 Millionen EUR.
Hintergrund
Die Region West- und Zentralafrika ist eine der ärmsten und fragilsten Regionen der Welt. Sie ist mit einer Vielzahl humanitärer Krisen konfrontiert, die durch Konflikte, Unsicherheit und den Klimawandel ausgelöst werden. Diese humanitäre Lage hat zu beispiellosen Vertreibungen, akuter Ernährungsunsicherheit und akuter Unterernährung geführt. Weit verbreitete Gewalt und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht verringern den Spielraum für die Bereitstellung humanitärer Hilfe. In Burkina Faso, Niger und Mali wird die Bereitstellung von Hilfe in vielen Gebieten durch die Ausbreitung von Gewalt und die Unzugänglichkeit behindert, sodass Millionen von Menschen nur begrenzt oder gar nicht unterstützt werden. Zudem werden die Auswirkungen des Konflikts auf die Küstenstaaten (Benin, Côte d'Ivoire, Ghana und Togo) immer größer, was zu Unsicherheit, Vertreibungen und einem wachsenden humanitären Bedarf führt. In Mauretanien sind 10 % der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen, während in Nigeria die sehr instabile Sicherheitslage im Nordosten und im Nordwesten zu neuen und anhaltenden Vertreibungen führt, die sektorübergreifende Unterstützung erfordern. In den nordöstlichen und nordwestlichen Regionen Nigerias ist zudem ein erheblicher Anstieg der Zahl unterernährter Kinder zu beobachten; dabei wird die Magersaison 2024 voraussichtlich die schwerste in den letzten sieben Jahren sein.
Weitere Informationen
Humanitäre Hilfe der EU für Burkina Faso
Humanitäre Hilfe der EU für Mali
Humanitäre Hilfe der EU für Mauretanien
Humanitäre Hilfe der EU für Niger
Humanitäre Hilfe der EU für Nigeria
Quote(s)
Politische Instabilität, anhaltende Konflikte und Gewalt verschärfen die humanitäre Krise in Westafrika, die zu unermesslichem Leid führt. Vertreibung, akute Ernährungsunsicherheit, akute Unterernährung, Epidemien und Naturkatastrophen wirken sich auf das Leben von Millionen Menschen aus. Gleichzeitig schränkt die mangelnde Einhaltung des humanitären Völkerrechts den Spielraum für die auf Prinzipien gegründete Bereitstellung humanitärer Hilfe ein. Die von der EU bereitgestellte zusätzliche humanitäre Hilfe wird unseren Partnern helfen, die Not von Millionen Menschen zu lindern, indem lebensrettende Hilfe, einschließlich der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser, geleistet wird.
Janez Lenarčič‚ Kommissar für Krisenmanagement
Sonraí
- Dáta foilsithe
- 23 Lúnasa 2024
- Údar
- An Ionadaíocht i Lucsamburg