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Vertretung in Luxemburg

Waldbrände: EU leistet entscheidende Hilfe im Mittelmeerraum

  • Presseartikel
  • 26. Juli 2023
  • Vertretung in Luxembourg
  • Lesedauer: 3 Min
Photo: Vue de pompiers près de la forêt en feu
© Union européenne, 2019 - Photographe: Lara Wara Vargas

Da mehrere Länder mit der schnellen Ausbreitung von Waldbränden zu kämpfen haben, hat sich die EU eingeschaltet, um die Brandbekämpfung zu verstärken und den betroffenen Gemeinschaften dringend benötigte Unterstützung zu leisten. Dazu wurden seit dem 18. Juli über 490 Feuerwehrleute und 9 Löschflugzeuge nach Griechenland und Tunesien entsandt.

Die beiden Mittelmeerländer haben das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert, und die EU hat rasch reagiert:

  • 10 Länder (Bulgarien, Frankreich, Italien, Kroatien, Malta, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei und Zypern) tragen im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens zu den Maßnahmen gegen die Waldbrände in Griechenland bei. Insgesamt wurden mehr als 490 Feuerwehrleute und 7 Flugzeuge in verschiedene Gebiete des Landes entsandt. Ein Verbindungsbeamter der EU unterstützt die Koordinierung der Einsätze in Griechenland, und die Copernicus-Satellitenkartierung der EU dient der Bewertung der Schäden in mehreren Gebieten in der Region Attika und auf Rhodos.
  • Zwei Canadair-Löschflugzeuge aus der rescEU-Reserve Spaniens werden in den Nordwesten Tunesiens entsandt.

Die Waldbrände, die durch trockene Witterungsbedingungen und hohe Temperaturen angefacht werden, stellen eine ernsthafte Bedrohung für Leben, Lebensgrundlagen und Ökosysteme im gesamten Mittelmeerraum dar. Bei der Reaktion darauf stellt das EU-Katastrophenschutzverfahren erneut unter Beweis, wie wichtig dieses Instrument der Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus in Notsituationen ist.

Waldbrandbekämpfung mithilfe der EU

Die rescEU-Übergangsflotte umfasst 10 mittelgroße Amphibienflugzeuge (Typ Canadair), 14 Leichtflugzeuge (Typ Air Tractor/Fireboss) und 4 (mittel)schwere Transporthubschrauber.

rescEU ergänzt den Katastrophenschutz-Pool der EU, der aktuell aus 4 mittelgroßen Amphibienflugzeugen (Typ Canadair), 5 Teams zur Waldbrandbekämpfung am Boden ohne Fahrzeug und 7 mit Fahrzeug sowie zwei Bewertungs-/Beratungsteams besteht.

Darüber hinaus stehen während des Sommers mehr als 400 vorab stationierte Feuerwehrleute bereit.

Um besser darauf vorbereitet zu sein, Mitgliedstaaten in dieser Waldbrandsaison zur Seite zu stehen, hat die EU auch ihr Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen durch ein spezielles Team zur Unterstützung bei Waldbränden verstärkt, das Überwachung, Vorbeugung und frühzeitiges Handeln ermöglicht.

Die Mitgliedstaaten können das EU-Katastrophenschutzverfahren aktivieren und um Unterstützung bei der Bekämpfung von Waldbränden ersuchen. rescEU stärkt die Katastrophenschutzmaßnahmen der EU durch eine Reserve, die mobilisiert wird, wenn keine anderen nationalen Mittel zur Verfügung stehen.

Hintergrund

Maßnahmen zur Prävention von Waldbränden sowie zur Vorbereitung und Reaktion auf Waldbrände gehen Hand in Hand, um Leben und Lebensgrundlagen zu retten und die Umwelt zu schützen. Erfahrene Waldbrandexperten, gut ausgebildete Feuerwehrleute, Informationstechnologie und die Verfügbarkeit ausreichender Einsatzmittel sind wichtige Faktoren.

Die EU sorgt für ein koordiniertes Vorgehen bei der Verhütung von Waldbränden sowie der Vorbereitung und Reaktion auf Waldbrände, wenn diese die nationalen Bewältigungskapazitäten übersteigen. Ist ein Land mit seinen Bewältigungskapazitäten einem Waldbrand nicht gewachsen, kann es über das Katastrophenschutzverfahren der EU um Hilfe ersuchen. Sobald das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der EU aktiviert ist, koordiniert und finanziert es die Hilfe, die von den EU-Mitgliedstaaten und neun weiteren Teilnehmerstaaten spontan angeboten wird. Zudem hat die EU den Europäischen Katastrophenschutz-Pool eingerichtet, damit ausreichende, jederzeit einsetzbare Katastrophenschutzkapazitäten zur Verfügung stehen und so ein umfassenderes und kohärentes gemeinsames Eingreifen ermöglicht wird. Sollte der Notfall zusätzliche lebensrettende Hilfe erfordern, werden über die rescEU-Brandbekämpfungsreserve zusätzliche Kapazitäten zur Bewältigung von Katastrophen in Europa bereitgestellt. Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen überwacht auch die Entwicklung von Waldbränden mit Unterstützung von Frühwarnsystemen wie dem Europäischen Waldbrandinformationssystem, während der Copernicus-Satellitenkartierungsdienst der EU die Operationen durch detaillierte Informationen aus dem Weltraum ergänzt.  

Weitere Informationen

Waldbrände

rescEU

EU-Katastrophenschutzverfahren

Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen

Peer-Review-Programm

Copernicus-Satellitenbilder der Brandkatastrophe auf Rhodos (Griechenland)

Copernicus-Satellitenbilder des Mittelmeerraums

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
26. Juli 2023
Autor
Vertretung in Luxembourg