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Vertretung in Luxemburg

Kommission begrüßt Ratsempfehlung zu strengeren Maßnahmen für rauchfreie Umgebungen

  • Presseartikel
  • 3. Dezember 2024
  • Vertretung in Luxembourg
  • Lesedauer: 3 Min
World No Tobacco Day

Die Kommission begrüßt die heutige Annahme der überarbeiteten Empfehlung über rauchfreie Umgebungen durch den Rat. Mit der neuen Empfehlung sollen Menschen und insbesondere Kinder besser vor Rauch und Aerosolen in der Umgebungsluft geschützt werden. Sie zielt auch darauf ab, die gesellschaftliche Akzeptanz traditioneller Tabakerzeugnisse und neuartiger Produkte – vor allem bei jungen Menschen – zu senken, von ihrem Konsum abzuhalten und die Nikotinsucht zu bekämpfen.

Der Tabak- und Nikotinkonsum ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko und die Hauptursache für vorzeitige Todesfälle in der EU. Mit der überarbeiteten Empfehlung werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, wichtige Außenbereiche in ihre Maßnahmen gegen das Rauchen einzubeziehen, wie öffentliche Spielplätze, die Freiflächen von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlichen Gebäuden und die Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel.

Ein besonderer Schwerpunkt der Empfehlung liegt auf dem besseren Schutz von Kindern und jungen Menschen vor den schädlichen Folgen des Passivrauchens. Die Mitgliedstaaten unterstützten auch die Aufforderung aus der überarbeiteten Empfehlung, neuartige Produkte (elektronische Zigaretten und erhitzte Tabakerzeugnisse), die bei sehr jungen Menschen immer beliebter werden, in ihre Maßnahmen gegen das Rauchen einzubeziehen.

Richtschnur und Grundlage der Empfehlung sind nationale Maßnahmen, die einige Mitgliedstaaten bereits ergriffen haben, indem sie etwa Bildungseirichtungen in die Maßnahmen gegen das Rauchen und neuartige Produkte in bestehende Rauchverbote einbezogen haben.

Die Weltgesundheitsorganisation hat keinen Zweifel daran gelassen, dass das Passivrauchen keinesfalls ungefährlich ist, und dargelegt, dass die Belastung der Umgebungsluft durch Aerosole aus neuartigen Produkten wie elektronischen Zigaretten und erhitzten Tabakerzeugnissen potenziell zu erheblichen Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Problemen führen kann.

Die Kommission wird die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Empfehlung unterstützen, unter anderem mit EU-Mitteln aus dem EU4Health-Programm. Es ist Sache der einzelnen Mitgliedstaaten, die Empfehlung entsprechend ihren nationalen Rahmenbedingungen zu prüfen und umzusetzen.

Hintergrund

Jedes Jahr fordert der Tabakkonsum in der EU fast 700 000 Menschenleben. Er ist eine der Hauptursachen für Krebs, und 27 % aller Krebserkrankungen werden darauf zurückgeführt. 2023 rauchten schätzungsweise 24 % der Menschen in Europa. Mit Europas Plan gegen den Krebs soll bis 2040 eine „Generation rauchfrei“ erreicht werden, in der weniger als 5 % der Bevölkerung Tabakerzeugnisse konsumieren.

Weitere Informationen

Empfehlung des Rates über rauch- und aerosolfreie Umgebungen

Fragen und Antworten zu rauchfreien Umgebungen

Europas Plan gegen den Krebs

Programm „EU4Health“

Programm Horizont Europa

Factsheet: „Europas Plan gegen den Krebs“

Viele Krebsleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere chronische Krankheiten können durch eine einfache Umstellung der Lebensgewohnheiten verhindert werden. Der Tabak steht bei den Ursachen für vermeidbare Todesfälle in der EU an der Spitze, und das Passivrauchen ist eindeutig gesundheitsschädlich. Die Kommission steht ohne Abstriche zu ihrer Verpflichtung, die Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen um eine gesündere und weniger krankheitsanfällige Bevölkerung – in der heutigen wie auch künftigen Generationen – zu unterstützen.

Teresa Ribera, Executive Vice-President for Clean, Just and Competitive Transition

Jedes Jahr fordert der Tabakkonsum in der EU annähernd 700 000 Menschenleben, und mehr als die Hälfte der Rauchenden haben vor Vollendung des 19. Lebensjahrs damit begonnen. Die heutige Einigung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel einer „Generation rauchfrei“ in Europa, und sie ist entscheidend für den Schutz unserer Kinder und jungen Menschen vor den schädlichen Folgen des Passivrauchens. Es handelt sich um ein wichtiges Element in unserer Arbeit zur Bekämpfung vermeidbarer Krebsleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderer Krankheiten in ganz Europa.

Olivér Várhelyi, Commissioner for Health and Animal Welfare

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
3. Dezember 2024
Autor
Vertretung in Luxembourg