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Vertretung in Luxemburg

EU und Mitgliedstaaten sagen mehr als 522 Mio. EUR als Reaktion auf die Sudankrise zu

  • Presseartikel
  • 15. April 2025
  • Vertretung in Luxembourg
  • Lesedauer: 3 Min
Visit of Charlotte Slente, Secretary General of the Danish Refugee Council (DRC), to the European Commission

Heute haben die Kommission und die Mitgliedstaaten auf der von der Europäischen Kommission, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und der Afrikanischen Union in London ausgerichteten hochrangigen Konferenz für Sudan für 2025 522 Mio. EUR als Reaktion auf die schwierige humanitäre Situation in Sudan zugesagt. Die Konferenz wurde aufgrund der seit zwei Jahren andauernden bewaffneten Konflikte ausgerichtet, die erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung in dem Gebiet haben.

Von der Gesamtzusage der EU entfallen 282 Mio. EUR auf die Kommission. Die restlichen Mittel wurden von mehreren EU-Mitgliedstaaten zugesagt: Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Malta, Österreich, Polen, Schweden, Slowenien, Spanien und Tschechien.

Mit der EU-Hilfe erhalten Gemeinschaften vor Ort dringend benötigte Gesundheits- und Ernährungsversorgung, Nahrungsmittelhilfe, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterkünfte sowie Schutz und Bildung für die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen, darunter Binnenvertriebene, Flüchtlingsfamilien und Aufnahmegemeinschaften.

Die Konferenz fand im Anschluss an den Besuch von Kommissarin Lahbib im Tschad statt, wo sie sich von den verheerenden Auswirkungen dieses Konflikts auf Flüchtlinge, Frauen und Kinder ein Bild machte. Die Konferenz zielte darauf ab, die seit Langem bestehende menschliche Tragödie in Sudan stärker in den Fokus der internationalen Gemeinschaft zur rücken, und bot eine Plattform zur Bewältigung der verheerenden humanitären Folgen, einschließlich praktischer Schritte zur Verbesserung des Zugangs für humanitäre Hilfe.

Hintergrund

2025 unterstützt die EU die humanitäre Hilfe für die schwächsten Bevölkerungsgruppen in Sudan mit 160 Mio. EUR. Darüber hinaus hat die EU 109 Mio. EUR für humanitäre Maßnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen der Krise in den Nachbarländern Sudans bereitgestellt sowie weitere 13 Mio. EUR für Stabilisierungshilfe. Damit beläuft sich der Gesamtbeitrag der EU zur regionalen Reaktion auf die Sudankrise sowohl in Sudan als auch in den von der Krise betroffenen Nachbarländern im Jahr 2025 auf insgesamt 282 Mio. EUR.

Die hochrangige Konferenz baute auf frühere Bemühungen in diesem Bereich auf. Dazu zählen ein von der EU am 13. März in Brüssel einberufenes Treffen hoher Beamter und eine am 10. April virtuell abgehaltene gemeinsame Veranstaltung der EU und des UNHCR mit Schwerpunkt auf den regionalen Auswirkungen der Sudankrise.

Weitere Informationen

Sudan – Europäische Kommission

Drittes Treffen hoher Beamter im Bereich der humanitären Hilfe zu Sudan – Europäische Kommission

Zwei Jahre nach Ausbruch des Krieges ist die Lage in Sudan verheerend. Der Konflikt hat das Land in eine Hungersnot gestürzt und zu der weltweit größten Flüchtlingskrise geführt. Mehr als 15 Millionen Menschen wurden bereits aus ihre Heimat vertrieben. Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht sind weitverbreitet. Letztes Wochenende wurden im Flüchtlingslager Samsam in Nord-Darfur zahlreiche Zivilisten, darunter auch humanitäre Helfer, durch schreckliche Gewalttaten getötet. Daraufhin ergriffen noch mehr Menschen die Flucht. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Wir müssen heute dafür sorgen, dass Sudan weiterhin ganz oben auf der globalen Agenda steht, und das humanitäre Völkerrecht wahren. Ich bekräftige das Engagement der EU und danke allen Mitgliedstaaten, die im Geiste von Team Europa dazu beigetragen haben, Menschen in Not in Sudan und den Nachbarländern Sudans zu unterstützen.

Hadja Lahbib, Mitglied der Kommission für Gleichberechtigung sowie Krisenvorsorge und -management

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
15. April 2025
Autor
Vertretung in Luxembourg