
Die Kommission stellt 258 Mio. € an humanitärer Hilfe der EU bereit, um den dringendsten Bedarf der von humanitären Krisen betroffenen Menschen in der Region des Horns von Afrika sowie West- und Zentralafrika zu decken.
In der Region des Horns von Afrika werden mit 107,5 Mio. € die besonders von Konflikten und natürlichen Gefahren, Vertreibung, Ernährungsunsicherheit und ungenügendem Zugang zu Basisdienstleistungen betroffenen Menschen der Region unterstützt. Fast 70 Mio. Menschen in der Region des Horns von Afrika – ein Fünftel der Bedürftigen weltweit – benötigen dringend humanitäre Hilfe. Die Hauptursache für Bedarf an humanitärer Hilfe sind nach wie vor Konflikte und natürliche Gefahren. Der Konflikt im Sudan trägt in hohem Maße zum humanitären Bedarf in dem Land und der Region bei.
Mit 150,6 Mio. € wird die humanitäre Hilfe in den Ländern in West- und Zentralafrika unterstützt, die direkt von anhaltenden Unsicherheiten und Konflikten betroffen sind. Dazu gehören auch Küstenstaaten Westafrikas, die bereits von den Auswirkungen der Krise in der zentralen Sahelzone betroffen sind. Die Region West- und Zentralafrika ist nach wie vor von großen komplexen und meist anhaltenden humanitären Krisen betroffen, deren Epizentrum in den Konflikten in der zentralen Sahelzone und die Tschadseeregion liegt.
Die Mittel werden verwendet, um unter anderem Hilfe für Lebensmittel und Existenzgrundlagen, Ernährung, Gesundheitsversorgung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene sowie Bildung zu leisten. Insgesamt wird die EU damit im Jahr 2025 750 Mio. € an humanitärer Hilfe für Afrika bereitstellen.
Hintergrund
Zusätzlich zu den Mitteln für die Region des Horns von Afrika hat die Kommission bereits eine vorläufige Zuweisung von 40 Mio. € für humanitäre Hilfe in Äthiopien und 269 Mio. € für die regionale Reaktion auf die Krise im Sudan angekündigt. Die Mittel für West- und Zentralafrika werden zusätzlich zu den bereits angekündigten 78,5 Mio. € für humanitäre Hilfe bereitgestellt, um den Bedarf der von humanitären Krisen in Mauretanien und Tschad betroffenen Menschen zu decken.
Weitere Informationen
Afrika – Europäische Kommission
Zitate
In ganz Afrika führen komplexe Herausforderungen, einschließlich Sicherheitsrisiken, politischer Instabilität und sozioökonomischer Ungleichheiten zu humanitären Krisen. Diese Krisen haben Flucht und Vertreibung ganzer Gemeinschaften und eine weit verbreitete Ernährungsunsicherheit zur Folge. Die immer verheerenderen Auswirkungen des Klimawandels erhöhen die Schutzbedürftigkeit der Menschen zusätzlich. Die humanitäre Lage und die Sicherheitslage sind sehr beunruhigend, denn die humanitären Partner stoßen beim Erreichen der Bedürftigen immer wieder auf Hindernisse. Zwischen dem steigenden Bedarf an humanitärer Hilfe und der wachsenden Ressourcenknappheit klafft eine Lücke, die es mit großer Dringlichkeit zu schließen gilt. Die EU ist nach wie vor ein zuverlässiger Partner, der Soforthilfe für die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen Afrikas bereitstellt.
Hadja Lahbib, Mitglied der Kommission für Gleichberechtigung sowie Krisenvorsorge und -management
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 14. April 2025
- Autor
- Vertretung in Luxembourg