
Vielen Dank, liebe Roberta,
und Ihnen allen einen schönen guten Nachmittag,
ich denke mal, dass Sie meine Rede gehört haben, und vielleicht haben Sie auch die Politischen Leitlinien gelesen. Sie können sich also vorstellen, dass dies gerade ein sehr emotionaler und ein ganz besonderer Moment für mich ist. Lassen Sie mich drei ganz kurze Vorbemerkungen machen, bevor ich Ihre Fragen beantworte.
Zunächst eine eher persönliche Bemerkung. Ich möchte Ihnen unbedingt sagen, wie dankbar ich bin, dass mir die Mehrheit des Europäischen Parlaments ihr Vertrauen ausgesprochen hat. 401 Ja-Stimmen – Sie erinnern sich sicherlich, dass das Ergebnis beim letzten Mal 8 Stimmen über der erforderlichen Mehrheit lag. Diesmal sind es 41 Stimmen, also deutlich besser. Das ist ein starkes Zeichen des Vertrauens. Ich denke, es ist auch eine Anerkennung für die harte Arbeit, die wir während des letzten Mandats, also in den zurückliegenden fünf Jahren, geleistet haben. Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan. Wir haben die schwersten Stürme überstanden, die unsere Union je erlebt hat. Und wir sind dabei nicht vom Kurs auf unsere langfristigen europäischen Ziele abgewichen. Mein Dank geht daher auch an dich, Roberta, an die Fraktionsvorsitzenden der demokratischen Kräfte im Parlament und an alle Abgeordneten für die hervorragende Zusammenarbeit während des zurückliegenden Mandats, aber auch für den wirklich substanziellen Austausch der letzten Zeit – nach den Wahlen und auch in den letzten beiden Wochen. Ich denke, das ist eine sehr gute Grundlage für die kommenden fünf Jahre. Und ich denke, das war in der heutigen Debatte spürbar.
Außerdem möchte ich betonen, dass ich mich sehr darüber gefreut habe, einen wirklich europäischen Wahlkampf führen zu dürfen. Wie Sie wissen, hat mich dieser von Helsinki nach Lissabon, von Bukarest nach Rom und an viele weitere Orte geführt. Dabei kam ich mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten ins Gespräch. Und mit großer Freude habe ich an mehreren Fernsehdebatten mit den anderen Kandidatinnen und Kandidaten teilgenommen. Ich glaube, das macht unsere europäische Demokratie so richtig lebendig.
Abschließend möchte ich kurz auf die nächsten Schritte eingehen. Ich werde mich nun darauf konzentrieren, das Team der Kommissarinnen und Kommissare für die nächsten fünf Jahre zusammenzustellen. In den kommenden Wochen werde ich die Staats- und Regierungschefs bitten, ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen. Wie schon beim letzten Mal werde ich sie anschreiben und sie darum bitten, sowohl einen Mann als auch eine Frau vorzuschlagen. Die einzige Ausnahme wird – wie auch beim letzten Mal – sein, wenn eine amtierende Kommissarin oder ein amtierender Kommissar bleibt. Ab Mitte August werde ich die Kandidatinnen und Kandidaten befragen, und ich möchte diejenigen auswählen, die am besten vorbereitet sind und hinter unserem Engagement für Europa stehen. Auch diesmal strebe ich im Kolleg ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen an. Das neue Team wird sich darauf vorbereiten, die Anhörungen im Parlament erfolgreich zu bestehen. Und dann werde ich erneut um die Zustimmung Ihres Hauses bitten.
Vielen Dank!
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 18. Juli 2024
- Autor
- Vertretung in Luxembourg