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Vertretung in Luxemburg

Strategische Vorausschau 2025: „Resilienz 2.0“ als Richtschnur für die langfristige Politik Europas

  • Presseartikel
  • 9. September 2025
  • Vertretung in Luxembourg
  • Lesedauer: 3 Min
Read-out of the weekly meeting of the von der Leyen Commission by Glenn Micallef, European Commissioner, on the 2025 Strategic Foresight Report, ‘Resilience 2.0’

In der Strategischen Vorausschau 2025 präsentiert die Europäische Kommission mit „Resilienz 2.0“ ein zukunftsorientiertes und auf einem antizipativen Ansatz beruhendes Konzept, mit dem sichergestellt werden soll, dass die EU in turbulenten Zeiten prosperiert, neue Herausforderungen frühzeitig angegangen werden und ein sicherer Raum für Bürger und Unternehmen gewährleistet wird.

In der Vorausschau werden mehrere Megatrends hervorgehoben: der Klima- und der ökologische Wandel beschleunigen sich, die Sicherheitsbedrohungen nehmen zu und der globale Wettbewerb verändert Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig steht Europa vor Herausforderungen hinsichtlich seiner strategischen Autonomie, seiner Wettbewerbsfähigkeit, seines sozialen Zusammenhalts sowie des Schutzes der Demokratie und der Grundwerte.

Das Ausmaß und die Komplexität dieser Herausforderungen machen es erforderlich, dass die politischen Entscheidungsträger sich auch auf nicht vertraute oder sogar schwer vorstellbare Szenarien vorbereiten. Mit dieser Vorausschau wird die antizipative Planung zu einem festen Bestandteil der Politikgestaltung der EU. Ab 2026 werden in den jährlichen Vorausschauen nicht nur Trends analysiert, sondern auch die Folgen unterschiedlicher künftiger Szenarien für Europa untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Politikgestaltung in allen Bereichen einfließen.

In der Vorausschau 2025 werden acht Schwerpunktbereiche genannt, in denen Europa seine Krisenfestigkeit stärken kann:

  1. Weiterentwicklung der Position der EU als weltweit angesehener starker, stabiler und vertrauenswürdiger Ort zum Leben und globaler Partner,
  2. Verbesserung der inneren und äußeren Sicherheit mittels eines technologiegestützten Ansatzes,
  3. Nutzung der Dynamik von Technologie und Forschung zur Förderung von Wohlstand und zur Wahrung unserer Werte,
  4. Stärkung der langfristigen wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit, um Schocks abzufedern und das Wachstum zu stützen,
  5. Förderung eines nachhaltigen und inklusiven Wohlergehens als Teil des europäischen Gesellschaftsmodells,
  6. ein neuer Blick auf Bildung und Kompetenzen zur Vorbereitung auf den technologischen und sozialen Wandel,
  7. Wahrung der Demokratie, der Medienfreiheit und des sozialen Zusammenhalts und Bekämpfung von Desinformation,
  8. Antizipation des demografischen Wandels und Förderung der Generationengerechtigkeit.

Zusammengenommen bieten diese Bereiche einen Rahmen, der sicherstellt, dass Europa auf die kommenden Jahrzehnte vorbereitet ist und gleichzeitig neue Chancen optimal nutzen kann.

Hintergrund

Die Europäische Kommission nutzt als eine der weltweit führenden öffentlichen Verwaltungen das Instrument der strategischen Vorausschau. Seit 2020 veröffentlicht sie jährlich eine strategische Vorausschau. Die diesjährige Ausgabe, die erste in dieser Amtszeit, stützt sich auf die jüngsten Strategien der Kommission im Bereich Resilienz sowie auf die zugrunde liegenden Berichte. Hinzu kommen Erkenntnisse aus einem öffentlichen Aufruf zur Stellungnahme, ein partizipativer Prozess innerhalb der Europäischen Kommission sowie Konsultationen mit den EU-Organen im Rahmen des Europäischen Systems für strategische und politische Analysen. Außerdem flossen Beiträge aus dem koordinierten Netz für strategische Vorausschau der dezentralen EU-Agenturen, Reflexionsgruppen und aus den Mitgliedstaaten über das EU-weite Netz ein.

Weitere Informationen

Strategische Vorausschau 2025 Resilienz 2.0: Befähigung der EU, sich in Zeiten von Turbulenzen und Unsicherheit zu behaupten

Factsheet zur Strategischen Vorausschau 2025

Strategische Vorausschau in der Kommission

Resilienz ist kein bloßes Schlagwort. Der Aufbau von Widerstandskraft ist unsere Pflicht gegenüber den Generationen nach uns. Wir werden Europas Fähigkeit stärken, sich an den Wandel anzupassen, unsere Demokratie zu schützen und in einer Welt sich verändernder Machtbalancen als starker und verlässlicher Pol zu agieren. Deshalb schlagen wir ein neues Resilienz-Konzept vor. Resilienz 2.0 steht für aktives, transformatives und vorausgreifendes Handeln. Es geht darum, sich zu wappnen für das Unbekannte, ja sogar das Unvorstellbare.

Glenn Micallef, Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
9. September 2025
Autor
Vertretung in Luxembourg